Vor diesem Hintergrund sind die politischen Bemühungen ab dem Jahre 1920 zu sehen, den bescheidenen Zuckerrübenanbau Österreichs auszuweiten um eine bessere Eigenversorgung zu erreichen. Wie schwierig es war derartige Überlegungen in die Praxis umzusetzen wird durch die mißlungenen Fabriksgründungen in Aurolzmünster, Ranshofen oder Suben belegt. Es mußte nicht nur die Finanzierung des Projektes sichergestellt werden, sondern auch die technischen Voraussetzungen mit den erforderlichen Fachleuten geschaffen werden. Vor allem aber mußten die Bauern zu einem raschen Einstieg in die Rübenproduktion bewegt werden um eine industrielle Verarbeitung zu ermöglichen. So kommt es, daß die Entwicklung des Zuckerrübenanbaues in Oberösterreich eng mit dem späteren Landwirtschaftsminister Florian Födermayr in Verbindung steht. Er war es, der bereits 1920 in Oberösterreich im Rahmen des Landeskulturrates eine Besprechung mit Interessenten zum Rübenanbau abgehalten hat. Weiters wurde ein Rübenbaukomitee eingesetzt. Es sollte eine Zuckerfabrik im Raum Marchtrenk errichtet werden. Diese Bemühungen hatten noch keinen Erfolg, da das notwendige Vertrauen der Bauern in diese neue Produktion noch nicht gegeben war. |